Prof. Dr. Markus Kosch, Head of Daiichi Sankyo Oncology Europe & Canada, engagiert sich leidenschaftlich für den Kampf gegen Krebs. In diesem Video-Statement unterstreicht er, dass Daiichi Sankyo entschlossen ist, den Kampf gegen Krebs voranzutreiben und dazu beizutragen, die Krebsversorgung auszuweiten und zu verbessern.
Krebs ist eine der größten medizinischen Herausforderungen weltweit. Betrachtet man die Sterblichkeit und die Zahl der Fälle, wird die globale Bedeutung von Krebs noch deutlicher. Im Jahr 2020 gab es fast 10 Millionen Krebstote und mehr als 19 Millionen Neuerkrankungen. Weltweit wird jeder sechste Todesfall durch Krebs verursacht,1 und die Belastung durch Krebs nimmt in alternden Gesellschaften zu. In Europa wird die Zahl der Krebstoten zwischen 2020 und 2035 voraussichtlich um mehr als 24 Prozent steigen, womit Krebs die häufigste krankheitsbedingte Todesursache sein wird.2 Darüber hinaus haben die COVID-19-Pandemie, Lockdown-Maßnahmen und die allgemeine Beeinträchtigung des täglichen Lebens dazu geführt, dass medizinische Untersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen ausfielen. Infolgedessen werden mehr Patienten in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium diagnostiziert, was häufig eine geringere Chance auf Heilung bedeutet.3
Besonders deutlich wird dies bei Brustkrebs, der weltweit häufigsten Krebsart, bei der jährlich weltweit mehr als zwei Millionen neue Fälle diagnostiziert werden, allein in Europa über 500.000.4 Schätzungen zufolge erkrankt eine von sieben Frauen in der EU vor ihrem 74. Lebensjahr.5 Eine frühzeitige Erkennung von Brustkrebs kann die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und Überleben erhöhen. Dies bedeutet auch, dass die Behandlungen möglicherweise weniger aggressiv sind und weniger Nebenwirkungen haben.6 Europäische Daten aus der Zeit vor der COVID-Pandemie zeigen, dass Früherkennungsprogramme jedes Jahr mehr als 20.000 Todesfälle durch Brustkrebs verhindern.7
In den letzten Jahren hat es bemerkenswerte medizinische Fortschritte gegeben. Dazu gehören hochwirksame neue Therapien für fortgeschrittene Krankheitsstadien, die eine langfristige Kontrolle der Krankheit ermöglichen. Dank der Fortschritte in den Bereichen Chirurgie, Strahlentherapie, Immuntherapie, zielgerichtete Therapien und Gentests können Ärzte Brustkrebs gezielter behandeln und so die Ergebnisse und die Lebensqualität der Patientinnen deutlich verbessern.
Verbesserter Zugang zu medizinischen Innovationen
Die Förderung des medizinischen Fortschritts ist eine große Herausforderung. Eine weitere ist der Zugang zu modernen Therapien. Letzterer ist der Schlüssel, um sicherzustellen, dass der medizinische Fortschritt das Leben möglichst vieler Frauen mit Krebs verbessert. Es liegt an uns allen – Pharmaunternehmen, Aufsichts- und Gesundheitsbehörden sowie Angehörigen der Gesundheitsberufe –, einen Rahmen zu schaffen, der Menschen, die mit Krebs leben, einen rechtzeitigen Zugang zu Innovationen und optimaler Unterstützung bietet.
In einigen Teilen der Welt erhalten Krebspatient:innen aufgrund mangelnder medizinischer Infrastruktur und fehlender flächendeckender Gesundheitsversorgung nicht die bestmögliche Versorgung, und die weltweiten Überlebensraten spiegeln diese Unterschiede wider. Die Überlebensraten bei Brustkrebs fünf Jahre nach der Diagnose reichen von mehr als 90 Prozent in Ländern mit hohem Einkommen bis zu 66 Prozent in Indien und 40 Prozent in Südafrika.8
Prävention und Zusammenarbeit
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auf die Bedeutung von Prävention und Früherkennung hinzuweisen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) feststellt, bietet die Prävention die kosteneffizienteste langfristige Strategie zur Bekämpfung von Krebs.9 Die deutsche Initiative Vision Zero setzt auf Prävention und zielt darauf ab, die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle zu reduzieren.10 Auch die Familienanamnese spielt eine Rolle, da man davon ausgeht, dass 5–10 Prozent der Brustkrebsfälle erblich bedingt sind.11 Die Kenntnis der Familienanamnese kann bei der Früherkennung helfen, da sie Informationen zur besseren Einschätzung des individuellen Krebsrisikos liefert.
Ein weiteres wirksames Mittel gegen Krebs ist die Zusammenarbeit und die Gesundheitskompetenz. Akademiker:innen, Biowissenschaftsunternehmen, politische Entscheidungsträger und Patient:innengruppen müssen an einem Strang ziehen, um eine möglichst gute Krebsbehandlung zu gewährleisten. Wir bei Daiichi Sankyo sind davon überzeugt, dass der Standard der Krebsbehandlung grundlegend verbessert werden kann, wenn wir mit gleichgesinnten Organisationen, Patient:innengruppen und Einzelpersonen zusammenarbeiten, die unsere Leidenschaft und unser Engagement für den Schutz von Leben und den Fortschritt in der Krebsforschung teilen. Trotz bedeutender Fortschritte in der onkologischen Forschung gibt es nach wie vor große Bereiche mit ungedecktem Bedarf. Wir sind auf den Gedankenaustausch mit anderen Interessengruppen, wie z. B. Patient:innengruppen, angewiesen, um besser zu verstehen, wie wir ihre Bedürfnisse und Erwartungen erfüllen können. Und wir wissen, dass der Umgang mit Krebs eine existenzielle Herausforderung für Patient:innen und ihre Familien ist.
Krebs hat mein Leben stark beeinflusst, als mein Vater an Dickdarmkrebs starb. Damals war ich 21 Jahre alt und Medizinstudent, und bis heute ist diese Erfahrung eine Quelle der Motivation für meine Arbeit in der Onkologie.
Krebs zu unserer Priorität machen
Erfolgreiche Forschung ist eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren medizinischen Fortschritt. Ein weiteres entscheidendes Element ist Schnelligkeit. Ich bin der Meinung, dass Pharmaunternehmen, Zulassungsbehörden und Krankenversicherungen daran arbeiten müssen, mit den wissenschaftlichen Innovationen Schritt zu halten. Eine aktuelle Studie des Europäischen Verbands der pharmazeutischen Industrie (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations, EFPIA) zeigt uns, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt: Im Jahr 2022 dauerte es in der Europäischen Union durchschnittlich 526 Tage von der Zulassung bis zum Zugang zu neuen Krebsmedikamenten.12 Für Krebspatient:innen, insbesondere in einem fortgeschrittenen Tumorstadium, zählt jeder Tag.
Ich habe gelernt, dass es viele Möglichkeiten gibt, den Umgang mit Krebs zu verbessern. Vor allem braucht es Entschlossenheit. Es bedarf eines klaren Fokus, um sicherzustellen, dass die Krebsbehandlung für die Gesellschaft oberste Priorität hat. Von einer Welt ohne Krebstote sind wir vielleicht noch weit entfernt, aber ich bin fest davon überzeugt, dass Krebs mit beständiger Forschung, neuen Behandlungsmethoden und intensiver Zusammenarbeit für viele Patient:innen zu einer chronischen oder heilbaren Krankheit werden kann. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, eine neue Realität zu schaffen, in der Krebs für die Patient:innen, ihre Angehörigen und die Gesellschaft eine geringere Belastung darstellt.

Markus Kosch ist Leiter des Bereichs Onkologie Europa und Kanada bei Daiichi Sankyo. Er erwarb seinen medizinischen Abschluss an der Universität Münster, Deutschland, wo er noch immer als Professor für Medizin lehrt. Bis 2005 arbeitete er am Universitätsklinikum Münster in den Bereichen Innere Medizin, Intensivmedizin und Onkologie. Er verfügt über 15 Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie und ist Gründungsmitglied der Krebspräventionsinitiative Vision Zero.
Referenzen
- https://www.iarc.who.int/featured-news/latest-global-cancer-data-cancer-burden-rises-to-19-3-million-new-cases-and-10-0-million-cancer-deaths-in-2020
- https://www.iarc.who.int/faq/latest-global-cancer-data-2020-qa
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32986516
- https://canceratlas.cancer.org/the-burden/europe
- https://ecis.jrc.ec.europa.eu/pdf/factsheets/Breast_cancer_en-Dec_2020.pdf
- https://www.nationalbreastcancer.org/breast-cancer-facts;
- https://ec.europa.eu/research-and-innovation/en/projects/success-stories/all/improving-cancer-screening-across-europe
- https://www.who.int/initiatives/global-breast-cancer-initiative
- https://www.who.int/activities/preventing-cancer
- https://vision-zero-oncology.de/vision.php
- https://www.cancer.org/cancer/types/breast-cancer/risk-and-prevention/breast-cancer-risk-factors-you-cannot-change.html
- https://efpia.eu/media/s4qf1eqo/efpia_patient_wait_indicator_final_report.pdf
Letztes Zugriffsdatum: 29. August 2024
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