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Bestandteile und Wirkmechanismus von ADCs

ADCs bestehen aus drei Komponenten: einem monoklonalen Antikörper, einem zytotoxischen Wirkstoff (auch Payload genannt) und einem chemischen Linker, der den monoklonalen Antikörper mit der Payload verbindet. Moderne ADCs der dritten Generation zeichnen sich durch eine geringere Heterogenität der verwendeten humanisierten Antikörper, ein potenteres Zytotoxin und einen spaltbaren Linker aus.1-3

Komponenten eines ADCs

  • Das Bild zeigt einen ADC, der aus einem monoklonalen Antikörper und einem zytotoxischen Arzneimittel besteht, die durch einen chemischen Linker verbunden sind.
  • Das Bild zeigt einen ADC, der aus einem monoklonalen Antikörper und einem zytotoxischen Arzneimittel besteht, die durch einen chemischen Linker verbunden sind.
  • Das Bild zeigt einen ADC, der aus einem monoklonalen Antikörper und einem zytotoxischen Arzneimittel besteht, die durch einen chemischen Linker verbunden sind.

Wirkmechanismus von ADCs

Unter den molekularen zielgerichteten Therapien gewinnen die ADCs zunehmend an Bedeutung. ADCs bewirken eine gezielte Abgabe einer zytotoxischen Payload an Krebszellen. Die zielgerichtete Abgabe erfolgt nach Bindung des monoklonalen Antikörper-Anteils des ADC an das entsprechende, auf der Oberfläche der Krebszellen exprimierte Zielantigen und nach Aufnahme in die Tumorzelle.1,2

Unsere Wissenschaftler:innen haben unsere ADCs spezifisch so entwickelt, dass sie Einschränkungen überwinden, die zwei ADC-Komponenten betreffen: die Payload und den Linker. Daher sind unsere ADCs in der Lage, ihre zytotoxische Payload höchst effektiv in Krebszellen einzubringen bei gleichzeitig begrenzter Exposition von gesundem Gewebe gegenüber der Payload.3,4

Nach der Verabreichung des ADC trägt die Stabilität des ADC-Komplexes im Blutkreislauf dazu bei, die systemische Freisetzung der Payload zu minimieren und den Transport des intakten ADCs in Richtung der Krebszellen zu fördern.

  1. Antikörperbindung: Sobald das ADC die Zielkrebszelle erreicht, bindet der monoklonale Antikörperanteil mit hoher Spezifität an das Zielantigen (Rezeptor) auf der Zelloberfläche.
  2. Internalisierung: Der ADC-Rezeptor-Komplex wird anschließend von der Krebszelle durch Endozytose internalisiert.
  3. Abspaltung des Linkers:  Nach der Internalisierung wird der Linker durch lysosomale Enzyme gespalten, wodurch der ADC-Komplex abgebaut und die Payload innerhalb der Krebszelle freigesetzt wird.
  4. Zytotoxische Aktivität:  Die freie Payload gelangt dann in den Zellkern und verursacht irreparable DNA-Schäden, die zum Zelltod führen.
  5. Bystander-Antitumor-Effekt: Aufgrund ihrer hohen Membrandurchlässigkeit kann die freie Payload in benachbarte Krebszellen diffundieren und auch diese Zellen abtöten, selbst wenn sie das Zielantigen nicht exprimieren. Dieser Effekt wird als Bystander-Antitumoreffekt bezeichnet.

Referenzen

  1. Liao MZ, et al. Clin Pharmacol Ther. 2021;110(5):1216-1230.
  2. Khongorzul P, et al. Mol Cancer Res. 2020;18(1):3-19.
  3. Tarantino P, et al. Nat Rev Clin Oncol. 2023;20(8):558-576.
  4. Rosner S, et al. Am Soc Clin Oncol Educ Book. 2023;43:e389968.
  5. Baah S et al. Molecules. 2021;26(10):2943.
  6. Makawita S, Meric-Bernstam F. Am Soc Clin Oncol Educ Book. 2020;40:1-10.
  7. Lucas AT, et al. Antibodies (Basel). 2021;10(3):30.
  8. Shastry M, Gupta A, Chandarlapaty S, Young M, Powles T, Hamilton E. Rise of Antibody-Drug Conjugates: The Present and Future. Am Soc Clin Oncol Educ Book. 2023;43:e390094. doi:10.1200/EDBK_390094
  9. Aggarwal D, Yang J, Salam MA, et al. Antibody-drug conjugates: the paradigm shifts in the targeted cancer therapy. Front Immunol. 2023;14:1203073. doi:10.3389/fimmu.2023.1203073
  10. Beck A, Goetsch L, Dumontet C, Corvaia N. Strategies and challenges for the next generation of antibody-drug conjugates. Nat Rev Drug Discov. 2017;16(5):315-337. doi:10.1038/nrd.2016.268
  11. Ogitani Y, Aida T, Hagihara K, et al. DS-8201a, A Novel HER2-Targeting ADC with a Novel DNA Topoisomerase I Inhibitor, Demonstrates a Promising Antitumor Efficacy with Differentiation from T-DM1. Clin Cancer Res. 2016;22(20):5097-5108. doi:10.1158/1078-0432.CCR-15-2822

*The clinical relevance of these features is still under investigation.
†Based on animal studies.
 


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